Nach zwei Jahren ohne Powermeter System am Bike habe ich mich wieder für ein Powermeter entschieden. Durch die sich mittlerweile durchgesetzte Funktechnik ANT+ ist eine schnurlose, leistungsstabile Kommunikation zwischen Cadence sowie Powermeter und Radcomputer möglich. Alte Systeme wie SRM und Ergomo waren durch die offene Kabelführung sehr anfällig - das neue System sollte auch nach einigen Jahren (hoffentlich) noch voll funktionstüchtig sein.
Mittlerweile gibt es folgende Powermeter auf dem Markt (in zeitlicher Reihenfolge):
SRM
Powertap
Ergomo
Quarq
Power2max
Die Entscheidung fiel für die Powertap Nabe, letztlich weil das System am günstigsten ist, es über die ANT+ verfügt, ich es bei mehreren Bikes nutzen kann und weil ich neue Laufräder benötige.
Das wohl günstige Angebot im deutschsprachigen Raum gibt es bei www.karbo-cycle.de. Besonders von Interesse ist das Angebot ohne Radcomputer, da zum Bsp. die Garmin Edge Systeme in der Lage sind, die Messdaten anzuzeigen sowie aufzuzeichnen - ein zusätzlicher Radcomputer ist demnach nicht notwendig. Es gibt mehrere Versionen der Nabe, die sich hinsichtlich der Speichenanzahl, Material und der Masse unterscheiden. Rein von Preis/ Leistungsverhältnis ist die Version “SL” zu empfehlen.
Als Felge gibt es viele Möglichkeiten:
A) Komplettfelge mit bereits installierter Powertap
Gibt es von Mavic - die Cosmic Carbon SL sowie u.a bei Radsport Karbowiak mit Zipp, American Classic, DT Swiss 1.1 etc.
Für Fahrer mit einem Fahrergewicht von <90kg sind die Felgen nicht zu empfehlen. Die hintere Felge sollte min. 28 Speichen haben, damit eine Nutzung ohne böse Überraschungen möglich ist.
B) Aufbau einer eigenen Laufrades
Viele Felgen gibt es auf dem ersten Blick nicht: DT Swiss sowie Mavic. Auf dem zweiten Blick bieten Anbieter auch weitere Felgen an, mit dem ein leistungsstarkes Laufrad für das Rennrad gebaut werden kann.
Folgende Adresse kann ich weiter empfehlen:
www.superlight-bikeparts.de
www.cnc-bike
Empfehlungen bei der Speichenauswahl:
- vorne werden weniger Speichen als hinten genutzt,
- bei Fahrern über 90 kg sollten min. 28 Speichen genutzt werden
- Messerspeichen sind aus aerodynamischen Gründen den runden Speichen vorzuziehen,
- radiale Einspeichung vorne ist möglich, hat aber weniger possitive Einflüsse auf Aerodynamik und Masse etc., als zu vermuten lässt ((ca. 2 Watt, ca. 5-15 g weniger Masse),
- hinten sollte 2 fach gekreuzt eingespeicht werden,
- ein Verlöten der Speichenkreuze ist bei sehr schweren Fahrern mit viel Kraft zu empfehlen (bei Messerspeichen geht das nicht),
- Messing Nippel besitzen eine bessere Dauerhaftigkeit als Alu Nippel.
Am Ende habe ich mich für folgende Laufräder entschieden:
Powertap SL+
DT Swiss 240s (vorne)
CNC Alufelge (weiss)
DT Swiss Aerolite
28 Speichen vorne (2fach gekreuzt), 32 Speichen hinten (2fach gekreuzt)
Messing Nippel
Continental Schlauch
GP 4000 (weiss)
Als Radcomputer kommt der Edge 500 zum Einsatz. Für die Auswertung des Messdaten habe ich die von TrainingPeaks entwickelte Software “WKO+ version 3.0″ in Verwendung.